Journeyfiles
Seminar Predigt
Arbeite mit Hochdruck an dem Seminar über predigen. Ganz schön herausfordernd - was ist Predigt und was ist sie nicht. Ich bin da selbst noch nicht ganz schlüssig, aber auf dem Weg zu sein ist denke ich für das Seminar genug. Es ist schön Euere Reaktionen und Mails zu bekommen. Ich bin dankbar für dieses Feedback und profitiere enorm von Euren Erfahrungen und Gedanken.
Ich werde Freitag und Samstag jeweils nachmittags in zwei Blöcken das Seminar halten - Gebet ist willkommen: Meine Hoffnung ist, dass Jugendliche sich begeistern lassen, Gott suchen und seine Botschaft weitergeben und das in neuen, ihrer Lebenswelt und Kultur angepassten Wegen.
Vom Glauben zum Schauen...
... das sind die Worte, mit denen Mirjas (meine Frau) Vater uns gestern mitgeteilt hat, dass Mirjas Oma nach langem, langem Leiden zu ihrem Herrn gegangen ist. Eine kleine Frau, mehr als 90 Jahre alt, gütig, Mutter von zehn Kindern, von denen sie drei, als kleine Kinder, schon zu Kriegzeiten begraben musste, ein weiterer ist als Erwachsener gestorben. Als sie jung war hat sie auf einem Feld mit ihren eigenen Augen Jesus gesehen und Zeit ihres Lebens an ihn geglaubt, gehofft und mit ihm gelebt. Sie ist uns ein Vorbild gewesen im Leben - vor allem in ihrer Beziehung zu Gott, ihrem treuen Glauben, in ihrem Ruhen im Frieden Gottes.
Liddia Bender ist jetzt dort wo es keine Schmerzen mehr gibt.
Wo alle Tränen abgewischt werden.
Wo sie ihre Kinder wiedersehen wird.
Sie ist dort, wo Gott alles neu macht
wo sie wieder sehen kann
wo ihr Herz niemals aufhören wird für ihren Herrn zu schlagen
Nachtrag Ostern erleben
Teil meiner Zeit über Ostern war ein Besuch in der
Gedenkstätte Bergen Belsen. Bergen Belsen war eines von 1600 Konzentrationslagern in Deutschland, ich kann nicht anders als bewegt zu sein, über all das Grauen, was vor 60 Jahren in unserem Land geschehen ist. Wir haben dort Zeit verbracht und nachgedacht - Geschichte ist wichtig, so stelle ich fest.
Auf dem Gelände gibt es ein riesiges Kreuz
Dieses Kreuz errichteten die Menschen, die dort unerträgliches Leiden erfahren haben, am 2. Tag nach ihrer Befreiung, seit diesem Tag steht es an dem gleichen Platz in der Originalgröße. Ich habe mich gefragt warum sie das getan haben - tausende Tote lagen herum, Massengräber mussten ausgehoben werden, um die Toten beizusetzen.
Ich kam zu dem Schluss, dass es nicht nur ein Grabkreuz gewesen sein konnte. Es war bestimmt auch ein Zeichen des Sieges und der Hoffung. Ich wollte Ostern erleben, ich danke Gott, dass er mir das ermnöglicht hat. So wie dieses Kreuz Ausdruck von Tod und Trauer war, so ist das leere Kreuz Zeichen der Hoffnung und des Sieges. Ausdruck und Zeichen, dass die Hoffnung der Menschen, die dort gefangen waren, nicht enttäuscht wurde.
Das hat mich bewegt und ich wollte es mit Euch teilen.
Gehört gehört
Neben guten Zeiten beim Laufen im Wald oder einfach in Ruhe bei meiner Familie ging das, was Gott zu mir gesprochen hat um das Wort "
Veränderung". Ich will Veränderungen, aber warum? Ich habe festgestellt, dass
viel mehr suchen und
Warten dran ist. Viel mehr
hören,
sehen und das nicht nur auf Gottes Stimme, sondern auch auf die Menschen in Karlsruhe.
Gott gibt sich zu erkennen in dem "ich bin, der ich bin" und entfernt sich weit davon statisch zu sein, vor allem in der Art und Weise, wie wir ihn erkennen. Bei ihm ist kein Schatten von Veränderung und trotzdem ist er nicht statisch. Ich bin gespannt, was ich von ihm verstehen werde. Es ist und bleibt eine Reise.
Lauschen
Ich befinde mich gerade in der Nähe von Hamburg, um die Ostertage bei meinen Schwiegerleltern zu verbringen. Die ideale Möglichkeit um etwas zu lauschen, Gott nämlich. Es soll so vieles passieren in diesem Jahr - wir träumen von einer Wohnung, einem
dritten Platz, an dem wir zusammen Gott begegnen können und andere, die ihn nicht kennen auch. Ich bin dankbar für alles, was ich schon hören durfte von den Bloggern, den Schreibern schlauer Bücher und vor allem von Gott. Im Denken bin ich schon mittendrin, ich stelle fest, dass alle Gedanken nichts bringen, wenn sie nicht mit Gott zusammen auf die Füße kommen. Ich bin froh, dass es Menschen gibt, Freunde, die immer wieder Gottes Stimme in mein Leben tragen.
Danke an
Marlin für seine Reihe über Gottes Stimme hören - fordert mich heraus und macht mir Mut.
Bill Hybels zu emerging worship gatherings
Ich weiß, Ihr habt das Buch alle gelesen, es ist nur ein Beitrag zu der Diskussion bei
Mike zu der Frage wie es bei Willow aussieht. Ich stehe dazu, dass soweit ich es beurteilen kann (und ehrlich gesagt habe ich nicht viele Informationen) ist Willow wohl keine EC, aber Bill Hybels hat etwas interessantes gesagt zu emerging worship gatherings:
What I keep coming back to is that the alternative (of not starting a new worship service) is unthinkable. For anybody to sit idly by and watch one third or 40 percent of the congregation disappear, it is unconscionable.... You can't do nothing. Whatever it is that you try, at least you will be able to stand before Christ one day and say we gave it our best shot.... We never quite figured it out, but we certainly did try!
Wie nennt man die Bereitschaft so weit zu gehen, wie man irgend kann, es zu versuchen, das Beste zu geben um Leute zu Jesus zu führen oder ihnen die Möglichkeit zu geben Jesus selbst zu finden oder wie auch immer? Die Leute bei Willow haben das - sie laden Erwin McManus ein, im November Hauptredner bei ihrem Evangelisationskongress zu sein.
Sie suchen ihre Form in ihrer Stadt. Ich respektiere das sehr und wünsche mir, dass ich schon so weit wäre im Handeln. Jemand hat in einem Kommentar gesagt, dass wir Blogs damit füllen darüber nachzudenken, was EC ist, aber nicht handeln. Willow handelt, das will ich von ihnen lernen.
Was ist emerging church?
Mal ehrlich: Trotz aller Dinge, die wir im Netz lesen und die in den schlauen Büchern stehen - wenn man Euch fragen würde:
Was ist Emerging Church - könntet ihr es kurz (3 Sätze) beantworten?
Ich habe das Glück in einer Stadt zu wohnen, in der Kubik ist und ich lerne viel vom sehen, ein wenig schon vom tun, aber mein Gehirn ist noch nicht zufrieden - was ist emerging church?
Mir ist klar, dass ein Paradigmenwechsel passieren muss - der Modus von Emerging Church ist inkarnatorisch, kontextualisierend, ich lerne, dass die Leiterschaftsstrukturen anders laufen müssen, denzentraler, nicht-hierarchisch, Ameisen-Staaten-Organisation oder Open Source.
Es wird an so vielen Orten gedacht, aber über die zentrale Frage habe ich noch keine befriedigende Antwort gefunden - vielleicht habt ihr eine Meinung oder einen Tipp, wo man schauen kann.
Seminar über Predigt für Jugendliche
Ich bin eingeladen worden ein Seminar zu halten (vom CVJM Baden) über Predigt im Jugendbereich, Jugendgottesdienste oder ähnliches.
Als ich das Zugesagt habe habe ich noch anders gedacht, von daher tue ich mich im Moment etwas schwer mit der Vorbereitung - wieviel neue Gedanken kann ich von mir geben? 1. Vieles davon habe ich selbst noch nicht durchdacht. 2. Viele von den neuen Gedanken habe ich selbst noch nicht praktisch werden lassen.
Ich weiß jetzt schon, dass ich aber nicht so lehren werde, wie ich selbst gelehrt wurde zu predigen.
Ich hatte an folgenden Abslauf gedacht (ich habe 2 mal 1 1/2 Stunden Zeit, die Zielgruppe sind Jugendliche, die bei Jugendevents/Gruppen/Gottesdiensten predigen)
- Der Auftrag des Predigens
- Der Charakter eines Predigers
- Der Ausdruck einer Predigt
- Inhalt
- Form
Das ist jetzt erst mal die grobe Gliederung - ich bin ein sehr Aufgabenbewußter Mensch und ich glaube, dass ich darum beim Auftrag anfangen sollte. Der Charakter, der Mensch, der predigt muss auch vorkommen. Der Ausdruck einer Predigt ist dabei dann der Abschluss, es ist mehr als die Form, sondern hier fliesst Inhalt und Form zusammen mit der Person des Predigers und dem Kommunikationswillen des heiligen Geistes.
Was haltet Ihr davon?
One Part Two
Nachdem ich einen etwas gefühlsgeladenen Post über einen vergessenen Menschen geschrieben habe, erzähle ich Euch einfach wie es weiter ging.
Wir haben uns getroffen und gesprochen. Ich habe viel zu gehört, versucht zu verstehen, was nicht leicht ist, wenn der Mensch in einer anderen Lebenswelt steckt und Dinge erlebt, die man selbst noch nie erlebt hat.
Aber ich bin dankbar für diese Erfahrung, sie zeigt mir, dass ich immer darauf achten muss nie zu viele Aufgaben auf mich zu nehmen und vor allem die Aufgaben, in denen es um Menschen geht und darum keinen zu übersehen wichtiger nehmen muss als z.B. kaputte Kopierer.
Es ist wichtig den Zoom von Weitwinkel, vom großen Bild, immer wieder auf Teleobjektiv zu drehen, auf den einzelnen, sonst leidet das große Bild.
The Power of one
Leider verbirgt sich hinter diesem Pokemon Titel nicht nur ein positiver Post. Mein Kollege (1/2 Stelle) und ich (ganze Stelle) betreuen die komplette Kinder und Jugendarbeit des CVJM Karlsruhe, ca. 180 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 0-20 und natürlich die Mitarbeiter (ca. 40), die zum großen Teil im Alter zwischen 12-30 sind. Ganz schön viele, jede Woche. Natürlich kann man das nicht allein leiten, ganz zu schweigen von durchführen - dazu sind viele ehrenamtlich Helfer nötig und auch da. Jeder von ihnen macht diesen Traum möglich, Kindern und Jugendlichen Gott näher zu bringen, von Herzen in der Art und Weise, wie sie oder er es kann, wie ihre/seine Gaben sind. Manchmal ist es schon Wahnsinn.
Dazu sind wir auf dem Weg der Veränderung (dieses Blog kann man vielleicht als Stationsbuch auf unserer Reise sehen "Journeyfiles"), in unseren Herzen, in unserem Denken, wieviele Kämpfe sind schon geführt und werden noch geführt werden, um das was dran ist, dass was die nächsten Schritte sind umzusetzen und nicht nur @home, sondern letztlich diesen ganzen Verein zu verändern.
Wie lange darf man bei all diesen Dingen
einen Menschen vergessen? Ich habe gestern nacht um 0:00 Uhr ein Gespräch mit einem vergessenen Menschen geführt, der in all diesen Dingen untergegangen ist, um ehrlich zu sein -
ich habe diesen Menschen vergessen. Mir fallen ein Haufen Dinge ein, warum, natürlich, Entschuldigungen, Termine, kaputte Kopierer. Wenn man mich fragen würde, ob jeder diese Menschen um die es bei uns geht wichtig ist, dann würde ich keine Sekunde zögern und sagen: Jeder ist wichtig, jeder ist Teil der Gemeinschaft, durch jeden bringen wir Gott in diese Welt.
Ein vergessener Mensch bewegt mich heute morgen.
OK - veränderte Kirchen Theologie die zweite
Hier ein Zitat von Dan Kimball von
Vintage Faith / bzw.
Vintage Faith Church, Santa Cruz, aus seinem Buch "
emerging worship" und ich finde es recht cool und zum Thema der Veränderung in Bezug auf Gemeinde richtig passend:
"It is about rethinking how we approach our theology of the church. This causes a rethinking of our philosphy. That starts a rethinking of how we view our local church and our roles as leaders. in turn, this causes a rethinking of our values. Rethinking our values causes a rethinking of our strategies which causes a rethinking of our methodologies. This causes a rethinking of spiritual formation, which begins a rethinking of worship."
Was man nicht alles überdenken kann...
Nein, im Ernst, es geht darum, wenn man an einem Ende zieht, muss man sich um den ganzen Knoten kümmern, wenn man die Theologie der Gemeinde überdenkt hat das Auswirkungen auf alle anderen Bereiche:
Vision (Philosophie), konkret fassbare Änderungen an der
lokalen Gemeinde (wozu wäre eine Veränderung der Thologie der Gemeinde da, wenn es keine konkret fassbaren Änderungen in der lokalen Gemeinde gibt?) und damit natürlich auch Veränderungen im
Leiterschaftsverständnis, das gehört alles dazu! (es ist nicht von ungefähr, dass Daniel und ich uns mit diesem Fragen nach Leitung wie und unter welchen Bedingungen fragen). Das bringt uns dazu zu fragen: Was ist uns wichtig, was sind unsere
Werte - unsere Werte bestimmen unsere
Strategien und
Methoden, das wiederum hat Auswirkungen auf unsere
Geistliche Basis und am Schluss auf unsere
Anbetungsgemeinschaft.
Alles wunderbar logisch, vermutlich müssen wir auch das noch einmal überdenken, aber der Grundgedanke erklärt, warum Daniel und auch ich das Gefühl haben: Hier stimmt was nicht und "das passt nicht zusammen". Wenn alles überdacht werden muss (und überbetet und Gott gefragt!), dann ist es schwierig das Neue in das Alte zu pressen - unmöglich. Das bringt uns dann an den interessanten Punkt: Welche Auswirkungen hat das auf unser Leben, unseren Dienst?
Blogger spinnt heute...
Ich muss einfach mal Frust loswerden - meine Posts muss ich heute irgendwie alle doppelt schreiben, den Lewis Post habe ich jetzt erst rausbekommen und einen anderen, der sich auf die Diskussion bei Daniel bezieht habe ich komplett verloren. (Das Blog ist heute kaum wirklich ansprechbar gewesen und sieht auch jetzt - Blick nach rechts, wieder derangiert aus...)
Es geht um drei
Hammersätze aus Dan Kimballs Buch "
emerging worship" in dem er von einer
erneuerten Theologie der Kirche spricht. Das ist das, um was es wirklich geht, Leute.
Ich versuche das nochmals abzuschreiben und zu kommentieren, bis dahin schaut Euch die Diskussion bei Daniel an -
DerDepone
C.S. Lewis - a beautiful mind
Es wird langsam höchste Zeit für mich über einen Mann zu schreiben, der mein Glauben und Denken beeinflusst hat, wie kein anderer Mensch:
Clive Staples Lewis, genannt "Jack".
Lewis ist 1898 geboren, schlaues Kind, Superstudent, Oxfordprofessor für Mittelalter Literatur, gestorben am 22.11.1963 (vollständige
Biographie), aber so viel mehr als das - er hat
unzählige Bücher geschrieben in denen er seinen Messerscharfen Verstand einsetzt um Klarheit in das zu bringen, was wir Glauben nennen.
Lewis war lange Jahre Atheist, kam aber dann unter Mithilfe von J.R.R. Tolkien zum Glauben und wurde dann ein glühender Anhänger Jesu. Seine Bücher sind jetzt schon älter, aber immer noch fühlt man das Feuer und die Leidenschaft, den Witz und das Schmunzeln eines großen Mannes in den Seiten, den Abhandlungen und in den Geschichte, die er schrieb. Seine große Arbeit im Bereich Mittelalterliche Literatur "The allegory of love" hat er geschrieben, ohne zu wissen, dass ihn, den Junggesellen im Alter von über 50 (!) noch die Liebe erwischen würde - Joy Davidman kam in sein Leben, bald darauf starb sie allerdings. Lewis Herz und seinen Glauben kann man an einem kleinen Buch ablesen, das er nach dem Tod seiner Frau geschrieben hat: "
Über die Trauer" (
a grief observed).
Seine "Narnia Chroniken" sind Klassiker der Kinderliteratur geworden und werden jetzt
verfilmt, von WETA, der Produktionsfirma des Films "Herr der Ringe".
Lewis ist Teil meines Weges geworden, immer wieder lese ich seine Werke und werde zum Denken, zum Glauben und Handeln herausgefordert. Seine Kraft liegt in der Einfachheit seiner Logik - Zitat:
"If a man really loved god and man, obedience could hardly be called obedience, for he would be unable to help it" (wenn ein Mensch wirklich Gott und seinen Nächsten lieben würde, dann könnte man seinen Gehorsam 'gegenüber den Geboten Gottes' nicht mehr Gehorsam nennen - er könnte nicht anders als so zu handeln)
Dieser einfache Satz hat mir nicht nur das Dreifachgebot der Liebe erklärt (
Mt. 22. 37-40) sondern den Zusammenhang zwischen Gott lieben und Gehorchen verdeutlicht - untrennbar. Ich bin Gott denkbar für das Leben dieses Mannes...
Was ist Gemeinde?

Das ist die Frage und Daniel hat sie gestellt - ich frage mich das auch. Wie muss Gemeinde aussehen, wie ist das dicke Buch an der Stelle zu verstehen? Ich hätte jetzt gern Zeit, um mal intensiv drüber nachzudenken, statt dessen schreibe ich nur diesen kurzen Post und hoffe, dass ich später dazu komme.
Schaut Euch aber mal
Daniels Blog an. Das ist interessant!!
Alte und Neue Weinschläuche zusammen bringen?
Auf dem Blog von
Andrew Jones gibt es ein paar Gedanken darüber wie sich Emerging Churches im Gegensatz zu traditionellen Kirchen leiten oder eben auch nicht.
Da sind Konflikte vorprogrammiert, wenn alte und neue Leiterschaftstrukturen mixen will. Mir zeigt es, wie wichtig es ist zu überlegen, wie ich selbst "Leitung" verstehe. Bin schon auf die Ergebnisse von
Daniel gespannt.
Nachtrag 22:40 Uhr - Daniel hat einen Post über die unterschiedliche DNA zwischen alt und neu gepostet mit Bezug auf den Artikel, den ich oben verlinkt habe.
Unterschiedliche DNA, ihrem Wesen nach unterschiedlich. Recht hast Du Daniel, ich begreife es auch langsam erst und habe die Tragweite dieser Entdeckung noch nicht ganz zu Ende gedacht. Bin gespannt auf die Kommentare zu Deinem Post.
Ruhiges Wochenende und "Geist des Hasen"
Mal zur Abwechslung ein
ruhiges Wochenende mit
Zeit für Mirja, Zeit für Freunde, Zeit zum Lesen. Ich meine wirklich Zeit zum Lesen und nicht nur so nebenher. Mein Wortsport ist ebenfalls wieder ausgeglichener geworden. Ich habe mir Zeit genommen Timotheus zu lesen und fühle mich immer wieder mit in der Situation dieses jungen Gemeindeleiters mit so vielen Aufgaben, Herausforderungen, so vielen Menschen mit denen ich umgehe.
Aus diesem Grund erinnere ich dich an die Gabe, die Gott dir in seiner Gnade geschenkt hat, als ich dir die Hände auflegte. Laß sie zur vollen Entfaltung kommen! Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Ängstlichkeit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.
Ich bin öfter mal ein unsicherer, ängstlicher Mensch, der damit zu kämpfen hat, was andere von ihm denken, langsam, über die Jahre hat Gott mich aufgebaut und innerlich stärker gemacht. Die Gaben, die Gott mir gegeben hat zur vollen Entfaltung zu bringen ist wirklich eine Aufgabe, die viel Zeit braucht, immer wieder Menschen, die mir Mut machen und konstruktiv, statt vernichtend, kritisieren.
Trotzdem habe ich wirklich immer noch oft den "Geist des Hasen" - einen ängstlichen Geist - von Gott kommt der nicht. Ich beschäftige mich, ähnlich wie
Daniel, schon ein paar Tage mit Leiterschaft und stelle fest, dass genau diese ängstliche Geist mich oft behindert. Die Timotheusbriefe machen mir Mut und Gottes Wahrheit zerstört die Lügen in meinem Leben.
Dafür bin ich dankbar.
24-7 Gebet - eine ganze Woche 24 Stunden am Tag
24-7 Gebet ist mein Traum für den CVJM in diesem Jahr - ich habe schon manchem davon erzählt, aber wenige haben positive Reaktionen gezeigt. Kubik betet grad zum zweiten Mal in diesem Jahr - drei weitere 24-7 Wochen sollen folgen.
Das interessante ist, ich habe gestern gar nicht lange gebetet (war um 23:00 Uhr zuhause) und bin heute morgen todmüde - irgendwie kann ich die Bedenken von manchen Leuten teilen, dass es hart ist. Gestern haben wir zusammen bei Kubik über Lukas 22 nachgedacht - Jesus im Garten, schlafende Jünger, wachbleiben und beten. Eine junge Frau sagte, dass wie Gebet oft nur als Ergänzung sehen und es wir darum so wenig beten, viel weniger als wir eigentlich wollen.
In unserer Suche nach dem richtigen Platz und den Gedanken, ob und wann wir vom CVJM einen dritten Platz, ein Cafe oder so was an den Start bekommen hat Gebet bis jetzt die Starterrolle gehabt, ein Gebetsspaziergang von Felix und mir hat unser Herz bewegt. Ich glaube 24-7 wird hart, aber ich glaube ebenso, dass wir wachbleiben müssen. Wir stehen in der Gefahr einzuschlafen.
Was 24-7 ist und wie es entstand findest Du
hier in 777 Worten.
Ich bin immer noch saumüde.
Emerging Worship

Ach Leute - "des vielen Büchermachens ist kein Ende" - und was soll man als Büchernarr tun als lesen, lesen, lesen? Bücher sind die besten Beispiele, um sich der Kraft von Worten bewußt zu werden. Die ersten 60 Seiten
"emerging worship" lesen sich wie ein Traum, wie eine Anleitung für das, was man sich wünscht, ohne dabei zu verschweigen, dass es manchmal viel kostet zu träumen.
Je mehr ich in die Literatur und Gedanken der Pioniere der "emerging church" eintauche und anfange meine Träume in dieser Form von Gemeindebwegung verwirklicht und vergegenständlicht zu sehen, je größer wird mein Hunger nach der Umsetzung dieser Gedanken. Und es ist nicht nur der Wunsch eine fette Kirche zu haben, sondern die ehrliche Sehnsucht nach einem Platz, wo ich ernst genommen werde, an dem ich selbst anbeten kann, an der Geist und Wahrheit eine Ausdrucksform finden, die meinem Sehnen entspricht.
Ich gehe heute abend wieder zu Kubik und freue mich darauf, wie letzte Woche auch. Trotzdem bleibe ich ruhelos, bis es Platz gibt, wo mehr Menschen Gott begegnen können, die ihm nie in einer traditionellen, modernen Veranstaltung begegnen würden.
Ein paar Links (vor allem für die Neuling in dieser Geschichte, wie ich:)
Vintage Faith
Mars Hill Church
Mosaic (der Pastor von Mosaik wird auf dem Willow Creek Evangelisationskongress im November sprechen)
Axis at Willowcreek
next-wave und
sacramentis Artikel über "emerging culture and church"
Mir ist klar, dass diese Links alle zu Englischsprachigen Seiten führen, aber das Problem bei der Sache ist halt, dass es in Deutschland nicht viel in dieser Richtung gibt. Deswegen gibt es die mutigen Blogger und Ausprobierer und Lerner - und auch Dich, der Du das liest ;-)
Missionarische Haltung (missional stance)
Wie sieht Mission im 21. Jhd. aus? Wie kann man als Gemeinschaft eine missionarische Haltung einnehmen?
Beim Lesen von
Shaping of things to come ist mir ein Bild wichtig geworden - auf den Seiten 45-46 wird von
Leonard Sweet berichtet, dass oft, wenn er vor einer Gemeinde spricht, sich die Leute in einem Kreis aufstellen läßt.
Normalerweise steht eine Gemeinschaft dann Schulter an Schulter und schaut in den Kreis hinein - eine
beliebige Gemeinschaft ist also von allein eher nach
innen fokussiert. Weist Leonard darauf hin, dass man als missionarische Gemeinschaft nicht nur nach innen gerichtet sein kann, drehen sich die Leute
einfach nach außen, was aber in sich schon wieder blöd ist, weil man dann
nur nach außen fixiert ist.
Versucht man es mal so, mal so, wird einem
schwindelig vom dauernden Drehen.
Sein Vorschlag ist, sich seitwärts hinzustellen, eine Schulter
Richtung der Mitte des Kreises, eine Schulter
nach außen gerichtet und sich dabei paarweise anzuschauen. So kann man durch seine Haltung deutlich machen, dass man nach innen und nach aussen gerichtet ist.
Wir haben das gestern in unserem
Mitarbeiterabend ausprobiert und ich denke, einen Augenöffner gehabt. Es ist ein kraftvolles Bild, wenn man es in das Leben bringt - es ist eine mächtige Anfrage an das, was wir tun und das was wir sind.
Haben wir die dynamische, sowohl nach innen und nach außen gerichtete Haltung? Dienen unsere Strukturen diesen beiden Richtungen? Schön fand ich die Entdeckung, dass wenn man sich anschaut in dieser Haltung man eine Rundumsicht hat, jeder sieht, was hinter dem anderen ist und man hat sich auch noch selbst im Blick. Ein Leben zur Zeit, One Life at a time. Innen und Außensicht.Ausgewogen.
Ein schönes Bild.
Kunst und Symbolik in der Bibel
Ein Bekenntnis: Ich bin nicht wirklich ein Kunstliebhaber. Ich finde es klasse, wenn Leute künstlerisch unterwegs sind, freue mich an Kreativität, aber finde selten Bezug zu ihr.
Ich befürchte, ich werde da was ändern müssen, weil ich feststelle, dass Kunst und Symbolik einen grossen Stellenwert in der Bibel hat. Neulich kam ich während einer kritischen Mailanfrage bzgl. des Artikels von Andrew Jones über postmoderne Anbetung auf den Gedanken: Moment - Symbolik und Gottesbegegnungen gibt es doch schon in der Bibel und kunstvolle Gestaltung noch dazu - die gibt es, ganz krass in der Geschichte von Moses. Gemeint ist die Stiftshütte:

Über weite Teile von 2.-4. Mose wird der Aufbau, die Gestaltung, die Materialien, sogar die Künstler beschrieben, die das 'Zelt der Begegnung mit Gott' hergestellt, aufgebaut und zu einem besonderen Platz gemacht haben.
Mir ist aufgefallen, dass man eigentlich in der Wüste irgendwie andere Sorgen hat als künstlerisch tätig zu sein - mal ehrlich - hätte es nicht auch was einfacheres getan? Wenn man Gott begegnet, dann muss scheinbar alles passen - ich rede nicht davon, dass wir jetzt eine Rückkehr zu prunkvollen Kirchenräumen und Symbolischer Gestaltung vornehmen sollen, aber von der kreavtiven Art der Gottesbegegnung will ich lernen - sogar der Hebräerbrief nimmt das wieder auf und deutet die Symbolik des Zeltes der Begegnung auf Jesus (
Hebr. 9, 1-10).
Also back to the roots - wieder mal, ich finde, wenn Kunst und die Symbole passen, können sie einen enormen Eindruck machen und Menschen zu einer Gottesbegegnung führen. Das Medium ist die Botschaft. Das ist ein enormer Satz, der in unserer Zeit heute mit Sicherheit passt. Schaut Euch
small fire an - eindrucksvolle Fotos und Geschichten, die in Anbetungszeiten verwendet werden. Eigentlich müssten wir mit dem
ZKM hier in Karlsruhe schon jetzt mehr Verständnis von dem Zusammenhang zwischen Kommunikation, Kunst und Erfahrung haben, als tatsächlich da ist.
Schneeschmelze
Passend zum Wetter draussen hatten wir gestern bei
@home einen 'Schneeschmelze' Anbetungsabend. Wir haben uns etwas mehr Zeit genommen, um zu essen und gemütlich zu werden und hatten dann eine Anbetungszeit.
Die besondere Betonung lag diesmal auf der
Eigenverantwortung der Jugendlichen - keiner kann für sie anbeten und keiner kann für sie eine Beziehung zu Gott führen. Das können nur sie selbst machen.
Entsprechend hatten wir den Raum aufgeteilt in einen Gemeinschaftsteil und einen Selber Gott begegnen Teil (Danke Benni für die Bilder!!!). Die Drei Stationen haben das Thema aufgenommen - an der ersten
"Eisblume" ging es darum, dass Gott Schönheit schafft, an Fenstern und überall, dort gab es eine Präsentationen mit Eisblumenbildern / wunderschönen Winterlandschaften. Worte aus Psalm 139 haben die Leute mit der Frage zu Gott geschickt, ob sie schön sind oder ob sie sich als wunderbar gemacht empfinden.

Die zweite Station
"Schneeschmelze" ging darum, ob es Bereiche in unserem Leben gibt,
die kalt geworden sind - unsere
Liebe Gott gegenüber, unsere
Begeisterung oder
Beziehungen. Als Symbol dafür konnte man eine Handvoll Schnee nehmen, die Kälte spüren und dieser Kälte einen Namen geben. Anschliessend konnte man in Gottes Liebe eintauchen (warmes Wasser) und zuschauen und spüren wie der Schnee schmilzt und Gott bitten, dass er die Kälte im Inneren durch seine Wärme austauscht.

Die dritte Station
"Lawine" dreht sich um Lawinen, die bereit sind ab zu gehen - wo man
Angst, Zorn, Ärger in sich aufstaut oder irgendwo anders gefährdet ist ab zu rutschen. Man konnte das in einen Schneeball packen und mit der angesammelten Energie wegwerfen. Hier konnte man beten, dass man die Kraft dieser Lawine bekommt, ohne ihr Zerstörungspotential.
Es war ein
sehr ehrlicher Abend, der mir und manchem anderen gut getan hat. Wir brauchen diese Ausdrucksformen wirklich und es ist eine Möglichkeit vom bloßen Konsumieren wege zu kommen und Entscheidungen zu treffen - nach der Einführung, dass jeder allein Gott begegegnen muss, hat sich die Stimmung des Abends vom
nehmen hin zum Teilnehmen verändert und dafür bin ich sehr dankbar.
Blog demoliert...
Wer heute mal im Verlauf des Tages auf meinem Blog war hat festgestellt, dass die einzelnen Elemente irgendwie verrutscht waren. Warum weiß ich selbst nicht, musste das Template wechseln, aber trotzdem die Sidebar nochmal im html (ich und html) richtig einhängen. Jetzt tut es wieder - vermutlich eine Chance die Bücher zu aktualisieren und die Blogliste und und und. Fühlt Euch so lange nicht schlecht, weil ihr im Moment nicht verlinkt seid: Kommt wieder!
Bibel reloaded
Vermutlich ist dieser Post überflüssig, aber vielleich auch nicht. Ich lese jetzt seit Dezember letzen Jahres Blogs und lerne sehr viel daraus. Ohne Blogs hätte ich sehr viele Entwicklungen nicht mitbekommen, Artikel, Websites, aber ich finde es schon seltsam, dass ich so wenig über das dicke Buch finde. Immer wieder bekomme ich hervorragende Bücher vorgestellt, (
shaping of things to come,
the complex christ,
emerging worship) und es ist total klasse.
Das ist ein 'aber' Satz.
Aber ich wundere mich so wenig über die Bibel zu lesen. Mir ist in den letzten Wochen aufgefallen, dass ich
wie ein Wilder lese, Mails, Blogeinträge im Newsfeeder, Bücher, Internetartikel, aber Bibel? Wenig. Das ist ein Ungleichgewicht. Ich schliesse hier vielleicht von mir auf andere, aber auf den Blogs stelle ich fest, dass über alles mögliche gepostet wird, aber eben kaum über die Bibel. Bibel reloaded - ich denke es ist bei mir genau wie mit der Zeit, die ich mit Gott verbringe - sein Wort hält mich fest und bewahrt mich davor abzuheben. Es ist Herausforderung, Ermahnung, Mutmachen, Kraftgebend.
Kubik macht
Wortsport und fordert mich heraus mitzumachen. Ich lese mich zwar gerade durch das
Markusevangelium und schaue mal hier und dort, aber wann habe ich zum letzten Mal das
erste Buch Mose gelesen oder das
krasse Johannesevangelium,
Jesaja oder
Timotheus,
Thessalonicher und
Titus? lange her, dabei sind gerade die letzten drei für Leiter eine immer währende Pflichtlektüre. Ich bekenne und will wieder mehr im dicken Buch lesen, studieren und 'essen'.
Ist dieser Post überflüssig? Wie sieht es mit Deinem Wortsport aus?
onefishmart
Am Freitag waren wir bei einer sehr interessanten Buchhandlungen in Rutesheim. Ein
Crossover zwischen Espressobar / Coffee-to-go Laden christlicher und normaler Buchhandlung. Und das trifft es noch nicht. Die Leute, die dort arbeiten haben eine Leidenschaft für diesen Laden, er ist so eingerichtet, wie man sich das wünscht und ONE hat ein interessantes Problem:
Zu wenig Platz für die Leute, die reinkommen und einen Latte trinken wollen (die Mitarbeiten kommen an ihren freien Tagen dorthin, um da zu sein - scheint echt Spaß zu machen dort zu arbeiten). Es treffen sich Jugendliche dort zum reden, es ist ein "dritter Platz" und nebenbei beschäftigt ONE fishmart noch 11 Leute.
Es werden regelmäßig
Events durchgeführt, um die Buchhandlung und Jesus bekannt zu machen und die laufen gut! Ich meine, wer wünscht sich nicht eine
Lese/Stöbernacht mit Buffet und der Möglichkeit mal in Ruhe nach Büchern zu schauen und sich mit Freunden zu treffen?
Dieses Beispiel sollte Schule machen. So etwas im Herzen von Karlsruhe - eine colle Ladenidee, die dann auch noch erfolgreich ist? Ich bin begeistert, dass Christen mal ausnahmsweise eine Buchhandlung aufziehen, die wirklich gut ist. Die meisten christlichen Buchhandlungen sind einfach zu abgewöhnen.
Fahrt mal hin (A8 Richtung Stuttgart, Ausfahrt Heimsheim - Richtung Rutesheim, Moltkestr. 1)
und seht selbst und genießt einen pefekten Latte Macchiato und die Bücher natürlich.
Artikel über Anbetung in der Postmoderne
Mike hat einen Artikel verlinkt, der sich mit
Anbetung in der Postmoderne beschäftigt. Ich habe eine Übersetzung erstellt und schon an ein paar Leute verschickt. Wenn ihr Interesse an der Übersetzung habt,
mailt mir einfach.
Kosten der Nachfolge
Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber im Moment bin ich immer mehr am Nachdenken - was kostet es Jesus zu folgen? Ich höre in meinem und Euren Köpfen "Alles". Die Frage ist nur, was heißt das? Alles? Heißt das effektiv 10% meines Geldes, ein wenig meiner Zeit und ein wenig Gottesdienst besuchen? Jesus hat von einem Kreuz gesprochen Lukas 9, 23
"Wenn jemand mein Jünger sein will, muss er sich selbst verleugnen, sein Kreuz täglich auf sich nehmen und mir nachfolgen."
Ich glaube, dass wir häufig ein "Jünger light" Konzept verfolgen und ich schliesse mich mit ein. Nachfolge ohne Kosten, Schmerzen und Aufwand. Ich merke, Gott verändert mich im Moment, ich merke, wie Gott in der Gemeinschaft in der ich bin wirkt. Aber ich merke auch, dass es Kosten gibt. Einen Preis, den wir bezahlen müssen. Für manche wird es heißen mehr zu geben, für andere mehr zu werden, wieder andere müssen sich überlegen wo ihr Platz ist.
Das Kreuz Jesu ist für uns beides, der
ultimative Ruhepunkt, wo alle meine Fehler, Unzulänglichkeiten und Sünden weggenommen werden und der
ultimative Unruhepunkt, die Herausforderung: Gib alles, so wie ich alles gegeben habe. Das höre ich, wenn ich Jesus am Kreuz sehe. Ich habe von Winterschlaf der Kirche geschrieben (Leben im Kühlschrank), Keith Green hat davon geschrieben, dass die Kirche im Licht schläft (
asleep in the light). Ich glaube wir haben vergessen, dass es etwas kostet Gott nach zu folgen. Oder wir wollen es gern vergessen. Ich bin tief bewegt durch Nachrichten, die mich erreichen, Menschen die alles geben wollen, Geld, Zeit, Leben. Ich sehe Aufbrüche auch in Zerbruch, Vorbilder, die mich inspirieren und herausfordern. Sind wir uns bewußt, dass Nachfolge Kosten hat?
Gott in der Kiste?
Gestern abend waren wir bei Kubik. Es war Kaminabend und Nadine (Frau von
Mark) hat aus ihrem Leben erzählt. Am meisten bewegt hat mich die Sache, dass sie davon erzählt hat, wie Gott ihre Erwartungen nicht erfüllt hat. Sie lebt mit Mark zusammen als Pastoren von Kubik von Gottes Versorgung und die war ziemlich am Wackeln - bis dahin, dass sie kein Geld mehr zum Einkaufen hatten. Sie hat dann von ihren Gefühlen berichtet Gott gegenüber, wie alles nicht mehr gepasst hat - bis sie darauf kam, dass sie sich ein Bild von Gott gemacht hat, Gott in eine Kiste gesteckt. Diese Kiste engt ihn ein und schürt falsche Erwartungen - ein Satz von Paulus hat sie darauf gebracht - er sagt:
Ich hatte Überfluss, ich hatte Mangel und habe alles durchlitten. Gott ist grösser als wir denken und unsere Kisten in die wir ihn gern stecken sorgen für Frustration und einem falschen Verständnis wer er eigentlich ist.
Danach hatten wir das, was ich so sehr liebe an Kubik - Zeit mit Gott. Zwei Lieder mit einfachen Sätzen, die mir geholfen haben meine Kisten von Gott zu sprengen. Gott ist höflich ist eine Kiste von mir. Gott ist sanft, aber nicht höflich. Danach habe ich noch mit jemand über unsere erste Liebe zu Gott geredet und es war einfach schön. Danke Nadine, Danke Kubik.
Gespräche
Heute morgen hatte ich ein Gespräch mit den Leitern der Stadtkirche Karlsruhe. Es ging dabei um die Möglichkeit einer Zusammenarbeit zwischen dem CVJM und der Stadkirche. Das ist kein leichtes Unternehmen und ich bin mir nicht sicher, wie man da vorgehen sollte. Grundsätzlich ist Zusammenarbeit im Reich Gottes ja eine gute Sache. Wenn man sich einig wird.
Vielleicht ist das ja eine Möglichkeit für ein paar CVJM'er eine Meinung ab zu geben - kann eine solche Sache sinnvoll sein oder nicht. Kennt sich jemand damit aus? Im Ratschluss von vielen liegt Weisheit sagt die Bibel. Na dann ratet mal....
9 Wege Gott zu lieben - bei Marlin auf den Blog
9 Wege Gott zu lieben - eine andere Art und Weise Deine Beziehung mit Gott einzuschätzen - sogar mit
Test (der Test ist in englisch)! Hier geht's zu
Marlins Blog. Interessiert?
dreaming up outrageous schemes with god
In dem Buch '
the relevant church' gibt es einen Artikel von Ian Nicholson, der die 24-7 Gebetsbewegung beschreibt. Im Herzen dieses Artikels geht es um zwei Dinge - Gott und Gott zusammen mit Freunden zu dienen. Ich kann immer wieder nur in Dankbarkeit da stehen und feststellen wie beschenkt ich bin mit Freunden, die Gott lieben, ihn suchen, ihm dienen. Das Zitat "dreaming up outrageous schemes with god" (hammer Ideen mit Gott zusammen träumen) kommt von
Pete Greig, Autor von
'redmoon rising' und
'the vision and the vow', beides Bücher, die ich gerade lese (wenn ich Zeit habe) und er hatte Tränen in den Augen als er es sagte:
"You know, if god wants to say 'stop' or if all goes wrong. I just hope one thing-that we stay friends and that ten years from now, we'll be drinking lots of espresso together and still dreaming up outrageous schemes with God." ("Wisst ihr, wenn alles schiefgeht oder Gott einfach 'halt' ruft, dann hoffe ich nur eins - das wir Freunde bleiben und in zehn Jahren immer noch viel Espresso zusammen trinken und immer noch Hammer Ideen mit Gott zusammen träumen.")
Wir haben schon viel geträumt und wir haben noch viel zu träumen, zu hoffen, zu glauben. Es gibt in diesem Jahr viel zu wagen, viel anzupacken, viel zu beten.
Mit Freunden. Danke, Freunde.
;-) Björn
Leben im Kühlschrank
Dieser Post hat nur indirekt etwas mit dem Frost draussen zu tun. Gestern hatten wir bei
@home einen Gast: Toyin aus Nigeria, die jetzt schon ca. 2 Jahre hier in Karlsruhe lebt. Sie hat über Gebet gesprochen - und was soll ich Euch sagen? Alter Vater, da geht was ab. Es ist krass mal jemanden zu haben, der uns in den A......tritt, sagt: seid dankbar - fangt jedes Gebet mit Dank an! Danach über die Notwendigkeit von Vergebung spricht, dass wir Vergebung aktiv suchen sollen. Psalm 51 mit David mitbeten, Schuld bekennen unseren Kanal zu Gott freimachen. Erst am Schluß des Gebets kommt die Fürbitte, aber bitte beständig! Danke Toyin! Wie oft unterschätzen wir die Kraft des Gebets und da sitzt eine junge, kleine, zierliche Nigerianerin und bringt uns nicht nur Lehre, sondern betet dann auch noch für und mit uns.
Zum Schluß war ihr unheimlich wichtig zu sagen:
Serve god, when you are still young, don't wait till you are old, serve god with your life, now. (Diene Gott, wenn Du jung bist - warte nicht bis Du alt bist damit, diene Gott jetzt mit Deinem ganzen Leben)
Warum dieser Post "Leben im Kühlschrank" heißt? Als Toyin aus Nigeria ankam war es Winter und sie hat gesagt:
In Deutschland leben ist wie im Kühlschrank leben. Wenn man das Bild mal vom Winter weg auf unsere geistliche Atmosphäre bezieht, dann ist da erschreckend viel mehr dran als nur die frostigen Temperaturen im Winter. Wann werden wir aus unserem Winterschlaf erwachen? Wann hören wir auf geistlich im Kühlschrank zu leben?
small fires brennen schon hier und da - Gott sei Dank!
Fetter Artikel von Mike Bischoff über die "missional Church"
Habe gerade einen sehr guten Artikel von Mike Bischoff gelesen. Danke dafür! Will ihn gern weiter bekannt machen - lest ihn
hier er ist in Deutsch und dreht sich um das Thema wie Gemeinde im 21. Jhd. aussehen kann. Spannend!!!
Über Kraft haben oder nicht
Gestern war ein wirklich anstrengender Tag. Kennt Ihr dieses Gefühl, wenn Euch am Morgen ein Marmeladenglas aus der Hand fällt, welches mit einem häßlichen Knall auf dem Fußboden zerplatzt und ihr plötzlich vor einem Haufen Scherben und Marmeladenschmodder steht und dringend weg müsst?
Genau so ein Tag war es. Nach einer langen Hetztour war am Abend Alpha für Teens bei uns im CVJM und ich hatte keine Kraft mehr. Alles war fertig, die Stationen aufgebaut, das Essen gekocht, ich war auch fertig. Richtig rausgekommen ist es allerdings erst danach. Ein Freund und ich haben uns hingesetzt und miteinander gebetet und Gott hat gelächelt, mich daran erinnert, dass wir gestern ein Date im Schnee hatten, das ich aus Termingründen abgesagt habe. Dumme Entscheidung. Kraft bei Gott tanken oder selbst versuchen - die Antwort ist leicht zu geben, aber schwer zu leben.
Freut Euch, wenn ihr Freund habt mit denen ihr beten könnt - während dieses Gebets haben wir richtig gemerkt, wie Gottes Kraft über uns kam und uns belebt hat. Lebendiges Wasser. Kraft haben oder nicht, Zeit für Gott haben oder nicht.